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Wohngeld Plus 2026: Wer bekommt es, wie hoch & wie beantragen?

Wohngeld Plus 2026: Zuschuss zur Miete für Geringverdiener, Rentner und Familien. Anspruch, Höhe, Heizkostenkomponente und Antrag bei der Wohngeldstelle erklärt.

Von Amtly Redaktion · veröffentlicht am 4. Juni 2026

Wohngeld Plus 2026

Kurz gesagt: Wohngeld Plus ist die seit 2023 reformierte Variante des Wohngelds — mit höheren Beträgen, einer dauerhaften Heizkostenkomponente und einer Klimakomponente. Es ist ein Mietzuschuss für Haushalte mit kleinem Einkommen, die kein Bürgergeld beziehen. Der durchschnittliche Zuschuss liegt bei rund 370 € im Monat. Antrag bei der Wohngeldstelle.

Wovon die Wohngeld-Höhe abhängt 👪 Haushaltsgröße 💶 Einkommen 🏠 Miethöhe Wohngeld Plus Ø ≈ 370 € / Monat + Heiz- & Klimakomponente

Inhalt

  1. Was ist Wohngeld Plus?
  2. Wer hat Anspruch?
  3. Wie hoch ist das Wohngeld?
  4. Wohngeld oder Bürgergeld?
  5. Antrag Schritt für Schritt
  6. FAQ

1. Was ist Wohngeld Plus?

Wohngeld Plus bezeichnet das seit der Wohngeldreform 2023 geltende Wohngeld. Es wurde deutlich aufgestockt und um zwei Bausteine erweitert:

  • Heizkostenkomponente — ein dauerhafter Zuschlag für gestiegene Energiekosten
  • Klimakomponente — Ausgleich für höhere Mieten in energetisch sanierten Gebäuden

Dadurch hat sich der Kreis der Berechtigten stark vergrößert. Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zu den Kosten von selbst genutztem Eigentum (Lastenzuschuss).

2. Wer hat Anspruch?

Anspruch hast du, wenn dein Einkommen zu hoch für Bürgergeld, aber zu niedrig für die volle Miete ist. Typische Gruppen:

  • Geringverdiener und Familien mit kleinem Einkommen
  • Rentner mit niedriger Rente
  • Auszubildende/Studierende, die kein BAföG bekommen
  • Alleinerziehende

Drei Faktoren bestimmen die Höhe: Haushaltsgröße, Gesamteinkommen und Miethöhe (bis zu regionalen Höchstbeträgen, gestaffelt nach Mietstufe).

Wohngeld und Bürgergeld schließen sich aus. Wer Bürgergeld bekommt, in dem die Wohnkosten schon enthalten sind, hat keinen Anspruch auf Wohngeld.

3. Wie hoch ist das Wohngeld?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht — der Betrag wird individuell berechnet. Anhaltspunkte:

HaushaltTypischer Zuschuss/Monat
1 Personca. 200–370 €
2 Personenca. 300–450 €
Familie mit Kindernoft 400–600 €

Maßgeblich sind die Mietstufe deiner Gemeinde und dein anrechenbares Einkommen. Ein Wohngeldrechner gibt eine erste Orientierung; verbindlich ist der Bescheid der Wohngeldstelle.

Wohngeld-Schnellcheck: Prüfe anhand von Haushaltsgröße, Einkommen und Miete, ob sich ein Antrag lohnt.

4. Wohngeld oder Bürgergeld?

KriteriumWohngeld PlusBürgergeld
ZuständigWohngeldstelle (Kommune)Jobcenter
Was wird gezahltnur MietzuschussRegelsatz + volle Miete
Vermögensprüfunggroßzügigerstrenger
Meldepflichtengeringumfangreich
Für wenknapp über Bürgergeld-Grenzeohne ausreichendes Einkommen

Viele Familien fahren mit Wohngeld + Kinderzuschlag besser als mit Bürgergeld — ohne Jobcenter-Kontakt.

5. Antrag Schritt für Schritt

  1. Wohngeldstelle der Stadt/Gemeinde ermitteln (oft online möglich)
  2. Antragsformular ausfüllen (Hauptantrag + Anlagen)
  3. Nachweise beifügen: Mietvertrag, Einkommensnachweise, Kontoauszüge, Meldebestätigung
  4. Einreichen und Bescheid abwarten (Bearbeitung mehrere Wochen)
  5. Bewilligung meist für 12 Monate → danach Weiterleistungsantrag

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Wohngeld und Wohngeld Plus? Wohngeld Plus ist das reformierte Wohngeld seit 2023 mit höheren Beträgen sowie dauerhafter Heiz- und Klimakomponente. Es ist dieselbe Leistung, nur deutlich aufgestockt.

Bekomme ich Wohngeld, wenn ich arbeite? Ja. Wohngeld ist gerade für Erwerbstätige mit kleinem Einkommen gedacht. Entscheidend sind Haushaltsgröße, Einkommen und Miethöhe.

Kann ich Wohngeld und Kinderzuschlag zusammen bekommen? Ja, beide Leistungen sind kombinierbar und werden für Familien oft gemeinsam beantragt.

Wie lange wird Wohngeld bewilligt? In der Regel für zwölf Monate. Danach musst du einen Weiterleistungsantrag stellen.


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Zuletzt aktualisiert am 4. Juni 2026.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Wir recherchieren sorgfältig, aber Behördenregeln können sich ändern — im Zweifel die zuständige Stelle fragen.